St Albans Psalter

Die Pergamenthandschrift entstand zwischen 1120 und 1130 in der Benediktiner-Abtei St. Albanus, nordwestlich von London, wahrscheinlich unter Abt Geoffrey von Gorham, und war vielleicht für die Rekluse Christina von Markyate bestimmt. Es handelt sich um einen Psalter, der aufgrund seiner künstlerischen Ausstattung zu den bedeutendsten Handschriften seiner Epoche überhaupt gehört. So enthält die Handschrift 42 ganzseitige Miniaturen, 211 große Initialen in Deckfarbenmalerei und 17 farbig lavierte Federzeichnungen. Der Albani Psalter gilt zugleich als eines der wichtigsten Werke romanischer Buchmalerei in England.

 

 

Englische Benediktiner, die im 17. Jahrhundert das Kloster Lamspringe besiedelten, brachten die Handschrift mit sich und von dort gelangte sie in den Besitz der Hildesheimer Benediktiner bei St. Godehard. Diese schenkten den Psalter 1827 der Gemeinde von St. Godehard, in deren Eigentum sie sich bis heute befindet. Der Dombibliothek wurde die Handschrift 1908 ad depositum übertragen. Der Albani-Psalter ist neben dem Reichenauer Epistolar der wertvollste Besitz der Dombibliothek.

 

 

Eine digitalisierte Ausgabe der gesamten Handschrift sowie ein umfangreicher Kommentar sind online einsehbar.